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MISSION

Mission

Prolog | Bestandsaufnahme.

Wir befinden uns mitten in einem Wettbewerb um knappe Ressourcen, der zunehmend einseitig ausgetragen wird. Um den hiesigen Nahrungsmittelbedarf zu decken, werden in anderen Ländern Bevölkerungsschichten enteignet und riesige Flächen gerodet, damit auf ihnen Produkte für den europäischen Markt angebaut werden können, von deren Gewinn nur eine kleine Elite profitiert.

Mein lieber Scholli.

Durch den weltweiten Warentransport entstehen Unmengen an klimaschädlichen Gasen, die durch ihre Auswirkungen auf das Klima wiederum die landwirtschaftliche Produktion in allen Ländern der Erde massiv durch Trockenheit und Erosion bedrohen. Die Folge sind neben Bodendegradationen1 erneute Abholzungen, weitere Enteignungen fruchtbaren Landes und eine massive Bewässerung, was schließlich zum Absinken des Grundwasserspiegels und zu einem erschwerten Wasserzugang für die ohnehin schon ausgebeutete Bevölkerung führt. Den Menschen vor Ort bleiben tote Erde, immer kleinere Lebensräume unter Bedingungen, denen die Subsistenzlandwirtschaft2 nicht mehr gewachsen ist, immer schwierigerer Zugang zu Wasser.

Lokal statt global.

Angesichts der anstehenden klimabedingten Veränderungen wird sich diese Situation nicht von selbst bessern. Lebensmittel dürfen nicht mehr auf dem Rücken anderer Länder produziert werden, der weltweite Warentransport muss reduziert werden. Einfacher gesagt, als getan? Es gibt viele wirtschaftliche und soziale Gründe, die uns an diesen Punkt geführt haben. Wir sind umgeben von einer Vielzahl an Angeboten und Produkten aus aller Welt, die ein unmittelbares Resultat unserer Nachfrage darstellen. Wenn wir erst verstehen, dass wir als Konsumenten maßgeblich und stetig zur Gestaltung dieses Marktes beitragen, dann wird schnell klar, dass wir ihn auch immer noch verändern können – in eine andere, neue und gesunde Richtung.

Was kann ich schon tun?

Es ist durchaus möglich, auch in einem ganz privaten Maßstab etwas zu verändern. Sobald wir uns wieder einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu eigen machen und damit anfangen, wieder mehr lokale Produkte zu konsumieren, die hiesige Landwirtschaft dabei unterstützen, die ausgemergelten Flächen effizienter zu bewirtschaften und so die vor Ort verfügbaren, saisonalen Lebensmittel und Erzeugnisse wieder wertzuschätzen.

Macht das den Kohl fett?

Wenn viele Menschen das Gleiche denken und schließlich handeln, dann kann sich etwas verändern! Aus dem Wunsch nach Veränderung resultieren kluge und neue Pfade, die das Potential haben, mehr als nur ein flüchtiger Trend zu sein sowie nachhaltig und langfristig ein Bewusstsein für eine aufgeklärte Konsumgesellschaft zu schaffen – und zwar für alle kommenden Generationen. Der Kohl wird schließlich auch nicht über Nacht und von nur einem Tröpfchen Wasser fett.

Weniger Bla Bla, mehr Tam Tam!

Die App Scheune richtet sich an alle, die sich zu den stolzen Besitzern eines Kleingartens zählen dürfen, Teil einer Urban-Gardening-Community sind oder den heimischen Balkon zum Anbau von Gemüse und Kräutern nutzen. Manch einer hat sogar die Möglichkeit, ein Feld zu bewirtschaften, oder verfügt über einen eigenen Garten, auf dem Obstbäume neben Mangoldstauden und Radieschen wachsen.

Und dann plötzlich kommt der Moment und alles wird zur selben Zeit reif, will geerntet und verarbeitet werden, während die Menge der Ernteerzeugnisse nicht nur den Eigenbedarf, sondern auch sämtliche Erwartungen und Kapazitäten der Eigentümer übersteigt.

Während als Reaktion auf diesen Überschuss im Folgejahr weniger gesät, gepflanzt und kultiviert wird und Obstbäume womöglich einem allzu gut gemeinten Beschnitt zum Opfer fallen, werden gleichzeitig jedes Jahr Tonnen von Obst und Gemüse über die Ozeane oder quer durch Europa transportiert, damit uns Konsumenten ein stets üppiges, frisches und vielfältiges Sortiment angeboten werden kann.

Umdenken.

Wir fangen an, neue Pfade zu gehen, wenn wir das Problem nicht mit einer reduzierten Nutzung von Anbaufläche, sondern mit einer unkomplizierten Verteilungslogik zu lösen versuchen. Die App Scheune versteht sich daher als Vermittler zwischen lokalen/privaten Produzenten und dem (bewussten) Konsumenten sowie als Format einer Community mit einer Nachfrage, die erst durch das Angebot bestimmt wird.

Was weg muss, …muss nur woanders hin.

Die App Scheune soll eine Plattform bieten, auf der überschüssige Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse, Beeren und Pflanzen, die in Gärten, auf Hinterhöfen oder Balkonen wachsen, verteilt und getauscht werden können. Die App soll einen Beitrag dazu leisten, auf die Entsorgung von genießbaren Nahrungsmitteln zu verzichten, und will gleichzeitig Austausch, Kommunikation und Kreativität fördern.

Neben Früchten, Nüssen und Pflanzen können in der Rubrik Verfeinertes auch selbstgemachte Köstlichkeiten, wie Ketchup, Chutneys, eingelegte Gurken, Marmelade oder Apfelmus, nach Herzenslust angeboten werden. Wer dagegen auf der Suche nach Komposterde, selbstgezogenem Saatgut oder Pferdemist als Dünger für den Garten ist, der wird in der Kategorie Inputs fündig.

Damit möchte die App Scheune die lokale und biologische Produktion fördern und das Augenmerk auf die Reichtümer lenken, die gar keiner weltweiten Transportketten bedürfen.

Apfel, Apfel, du musst wandern!

Einmal registriert, kann in der Scheune nach Lust und Laune verteilt, verschenkt und getauscht werden. Über die Nachrichtenfunktion könnt ihr mit den Anbietern in eurer Nähe Kontakt aufnehmen und einen Abholtermin vereinbaren. Es bleibt euch selbst überlassen, ob ihr Obst gegen Samen, Gemüse, Nudeln oder Schokolade tauscht, ob ihr euch einen kleinen Obolus ausdenkt oder ob die überschüssige Ernte verschenkt wird.

Wenn nur die Hälfte von euch beim Verteilen oder Abholen auf einen guten Gesprächspartner trifft, sind wir schon mehr als glücklich. Tauscht euch aus, helft euch gegenseitig, vernetzt euch.